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5 Mythen und Fakten über die Perimenopause

Mythen und Fakten über die Perimenopause

„Perimenopause“ ist eines dieser Wörter, von denen man schwören könnte, dass man sie noch nie gehört hat ... bis sie einem im Alltag immer häufiger begegnen. Vielleicht, weil man älter wird. Vielleicht, weil immer mehr Menschen über die reproduktive Gesundheit von Frauen sprechen – auch über die Wechseljahre (was großartig ist!). Oder vielleicht, weil immer mehr Menschen warten, bis sie älter sind, um schwanger zu werden. Aber egal, ob Sie mit dem Begriff vertraut sind oder nicht, irgendwann werden Sie bestens mit ihm vertraut sein. Denn die Perimenopause ist etwas, das die meisten Frauen erleben.

Was ist die Perimenopause?

Die Menopause zeichnet sich durch das Ausbleiben der Regelblutung über einen Zeitraum von einem Jahr aus.1,2 Nach Angaben des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) erleben Frauen in den USA ihre letzte Regelblutung durchschnittlich im Alter von 51 Jahren.3 Die Jahre vor der Menopause werden als Perimenopause bezeichnet, was so viel bedeutet wie „um die Menopause herum“. Zu den häufigsten Anzeichen der Perimenopause gehören Veränderungen im Menstruationszyklus, z. B. die Länge der Periode und die Stärke der Blutung. (Wenden Sie sich jedoch unbedingt an Ihren Gynäkologen, wenn Sie auffällige Blutungen haben, da dies auch ein Anzeichen für andere gesundheitliche Probleme sein kann.)

Perimenopause oder Schwangerschaft?

Einige Frauen fragen sich, ob sie schwanger oder vielleicht doch in der Perimenopause sind. Während einige Frauen gar keine Anzeichen wahrnehmen, kann es während der Perimenopause zu folgenden Symptomen kommen: Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Inkontinenz, Stimmungsschwankungen, vaginale Probleme (wie Trockenheit und Schmerzen beim Sex), Blähungen, Krämpfe, Veränderungen der Harnwege und Gewichtszunahme.1,4 Viele dieser Symptome ähneln üblichen Schwangerschaftssymptomen. Allerdings können in der Schwangerschaft Symptome auftreten, die in der Perimenopause normalerweise nicht entstehen. Dazu gehören Nahrungsmittelempfindlichkeiten, empfindliche und/oder geschwollene Brüste, vermehrtes Wasserlassen, Verstopfung und Übelkeit. Wenn Sie Fragen und/oder Bedenken bezüglich Ihrer Symptome haben, wenden Sie sich an Ihren Gynäkologen.

Mythen und Fakten über die Perimenopause

Das Thema Perimenopause ist mit vielen falschen Vorstellungen rund um Alter und Fruchtbarkeit verbunden. Wir klären Sie hier über die häufigsten auf. Kurz gesagt: Die Fruchtbarkeit nimmt zwar mit fortschreitendem Alter ab, aber eine Schwangerschaft ist während der Perimenopause trotzdem möglich.

Mythos: Die Perimenopause tritt erst ein, wenn man zu alt ist, um ein Kind zu bekommen.

Fakt: Die Perimenopause kann von einigen Monaten bis zu mehr als 10 Jahren dauern.2 In der Regel dauert die Perimenopause jedoch vier bis acht Jahre.5 Während die meisten Frauen um das 51. Lebensjahr herum in die Menopause kommen, kann sie jederzeit zwischen dem 40. und 58. Lebensjahr eintreten.5 Daher ist es durchaus möglich, die Perimenopause zu erleben, wenn Sie noch jung genug sind, um schwanger zu werden. Die meisten Frauen kommen mit Mitte bis Ende 40 in die Perimenopause, zu einer Zeit, in der sie noch ihren Eisprung haben.3 Kann man in der Perimenopause schwanger werden? Ja!

Mythos: Die Wahrscheinlichkeit, während der Perimenopause schwanger zu werden, ist so gering, dass Sie keine Verhütungsmittel verwenden müssen.

Fakt: Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit zunehmendem Alter abnimmt, ist eine ungeplante Schwangerschaft immer noch möglich, bis Ihre Periode über einen Zeitraum von 12 Monaten ausbleibt (auch bekannt als Menopause). Darüber hinaus empfiehlt die North American Menopause Society keine natürliche Familienplanung für Frauen in der Perimenopause, da es schwierig sein kann, den Zeitpunkt des Eisprungs vorherzusagen, wenn die Periode unregelmäßig ist.6 Ihr Gynäkologe kann Ihnen die besten Verhütungsmethoden für die Perimenopause empfehlen.

Mythos: Wenn Sie in Ihren 40ern und noch nicht in den Wechseljahren sind, sind Fruchtbarkeitsbehandlungen eine gute Unterstützung, wenn Sie auf natürlichem Wege nicht schwanger werden können.

Fakt: In den 30ern beginnt die Fruchtbarkeit allmählich zu sinken, oft lange vor der Perimenopause. Nach Angaben der American Society for Reproductive Medicine (ASRM) sind die meisten Frauen ab Mitte 40 nicht mehr in der Lage, erfolgreich schwanger zu werden. Dies gilt sowohl für eine natürliche Empfängnis als auch für Fruchtbarkeitsbehandlungen wie In-Vitro-Fertilisation (IVF).7 Sowohl die Qualität als auch die Quantität der Eizellen nehmen mit der Zeit ab. Die ASRM stellt fest, dass im Alter von 40 Jahren die Chancen einer Frau, auf natürlichem Wege oder mit Hilfe einer Fruchtbarkeitsbehandlung schwanger zu werden, weniger als 5 % pro Zyklus beträgt.7

Mythos: Wenn Sie Symptome der Perimenopause haben, aber ein Kind bekommen wollen, haben Sie keine Chance.

Fakt: Wenn Sie glauben, dass Sie sich in der Perimenopause befinden und ein Kind bekommen möchten, sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen. Je nach Alter, Gesundheitszustand und einer ganzen Reihe anderer Faktoren kann es sein, dass Ihre Symptome gar nicht von der Perimenopause herrühren. Studien zeigen, dass 4,5 % der Frauen im Alter von 25 Jahren nicht in der Lage sind, auf natürlichem Wege schwanger zu werden – diese Zahl steigt auf 50 % im Alter von 41 Jahren und 90 % im Alter von 45 Jahren.8 Aber diese Statistiken bedeuten umgekehrt auch, dass es auch Frauen gibt, die mit über 40 Jahren noch auf natürlichem Wege schwanger werden können. Solange Ihre Eierstöcke eine lebensfähige Eizelle produzieren (was in der Perimenopause noch möglich ist), können Sie schwanger werden. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch schwieriger, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. 

Mythos: Jede Frau durchläuft die Perimenopause.

Fakt: Wenn bei Ihnen eine induzierte Menopause (eine Menopause, die aufgrund der chirurgischen Entfernung der Eierstöcke früher als auf natürlichem Wege eintritt) oder eine dauerhafte Schädigung durch bestimmte Krebsbehandlungen eintritt, werden Sie keine Perimenopause erleben.5,9

Quellen

  1. “The Menopause Years,” (n.d.), The American College of Obstetricians and Gynecologists, abgerufen am 14. April 2021, unter https://www.acog.org/womens-health/faqs/the-menopause-years.
  2. “What Is Menopause?” (n.d.), National Institute on Aging, U.S. Department of Health & Human Services, abgerufen am 14. April 2021, unter https://www.nia.nih.gov/health/what-menopause.
  3. “Perimenopausal Bleeding and Bleeding After Menopause,” (n.d.), The American College of Obstetricians and Gynecologists, abgerufen am 14. April 2021, unter https://www.acog.org/womens-health/faqs/perimenopausal-bleeding-and-bleeding-after-menopause.
  4. “Menopausal Transition (Perimenopause): What Is It?” (n.d.), The American Society for Reproductive Medicine, abgerufen am 15. April 2021, unter https://www.reproductivefacts.org/news-and-publications/patient-fact-sheets-and-booklets/documents/fact-sheets-and-info-booklets/the-menopausal-transition-perimenopause-what-is-it/.
  5. “Menopause 101: A primer for the perimenopausal,” (n.d.), The North American Menopause Society, abgerufen am 14. April 2021, unter https://www.menopause.org/for-women/menopauseflashes/menopause-symptoms-and-treatments/menopause-101-a-primer-for-the-perimenopausal.
  6. “Contraception: You Need It Longer Than You May Think,” (n.d.), The North American Menopause Society, abgerufen am 14. April 2021, unter http://www.menopause.org/for-women/sexual-health-menopause-online/reminders-and-resources/contraception-you-need-it-longer-than-you-may-think.
  7. “Age and Fertility: A Guide for Patients,” (n.d.), The American Society for Reproductive Medicine, abgerufen am 14. April 2021, unter https://www.reproductivefacts.org/news-and-publications/patient-fact-sheets-and-booklets/documents/fact-sheets-and-info-booklets/age-and-fertility/.
  8. “Too old to have children? Lessons from natural fertility populations,” Eijkemans, Marinus J. C. et al., Human Reproduction (2014). 29(6), 1304-12. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24676403/.
  9. “Menopause Glossary,” (n.d.), The North American Menopause Society, abgerufen am 15. April 2021, unter http://www.menopause.org/for-women/menopause-glossary#P.