Unter Periode oder Menstruation versteht man die regelmäßigen Blutungen, die eine Frau in der Regel einmal monatlich über einen Zeitraum von 3 bis 7 Tagen hat. Mit dem prämenstruellen Syndrom werden die zuweilen lästigen und unangenehmen Symptome beschrieben, die eine Frau in den Tagen vor ihrer Periode haben kann.

Was Sie über Ihren Menstruationszyklus wissen sollten

Schmerzhafte Menstruationsblutungen

Die Periode kann bisweilen schmerzhaft sein und die meisten Frauen werden das eine oder andere Mal unter ‚Regelschmerzen‘ gelitten haben. Einige Frauen haben sehr schmerzhafte Menstruationsblutungen (auch Dysmenorrhö genannt), welche bei jedem Menstruationszyklus über einige Tage erhebliche Beschwerden verursachen können.

Sie können Regelschmerzen mit rezeptfreien Schmerzmitteln behandeln. Bei sehr schmerzhaften Menstruationsblutungen sollten Sie jedoch am besten einen Arzt aufsuchen.

Starke Menstruationsblutungen

Manche Frauen leiden unter starken Menstruationsblutungen. Diese werden auch als Menorrhagie bezeichnet und als übermäßig starke und verlängerte Blutung definiert. Die meisten Frauen verlieren bei einer Periode die Menge von etwa 6 bis 8 Teelöffeln Blut, doch es ist nahezu unmöglich, dies zu messen. Wenn Sie der Auffassung sind, dass Sie Ihr Tampon oder Ihre Binde sehr häufig wechseln müssen (häufiger als vom Hersteller empfohlen) und große Blutklumpen feststellen, könnten sie möglicherweise unter ungewöhnlich starken Menstruationsblutungen leiden.

Starke Menstruationsblutungen können verschiedene Ursachen haben, dazu zählen ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, ein Intrauterinpessar oder auch Myome. Bei vielen Frauen ist die Ursache aber möglicherweise unbekannt.

Starke Menstruationsblutungen bedeuten nicht zwangsläufig, dass sie auch schmerzhaft sind. Sollten Sie jedoch unter starken, sehr schmerzhaften Menstruationsblutungen leiden und die Periode Sie sogar für einige Tage im Monat daran hindern, Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen zu können, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und mit ihm besprechen, wie die Schmerzen und die starke Blutung behandelt werden können.

Auch ist es ratsam, Ihren Arzt aufzusuchen, wenn Sie weiterhin unter starken Menstruationsblutungen leiden, um sicherzugehen, dass Sie nicht unter einer Anämie leiden (Eisenmangel, bei dem Sie sich müde und schwach fühlen).

Je nach Ursache Ihrer starken Blutung stehen Ihnen mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Liegt die Ursache in einem hormonellen Ungleichgewicht, gibt es zahlreiche Medikamente, die zum Ausgleich des hormonellen Ungleichgewichts verschrieben werden können. Bei anderen Ursachen stehen alternative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ausbleibende Periode

Einige Frauen stellen nach mehreren Jahren mit völlig regelmäßigen Zyklen das Ausbleiben der Periode über einen nicht unerheblichen Zeitraum fest. Als erstes sollte in einem solchen Fall ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen.

Der medizinische Fachbegriff für eine über 6 Monate lang ausbleibende Periode lautet ‚Amenorrhoe‘. Für das plötzliche Ausbleiben Ihrer Periode kann es zahlreiche Gründe geben, dazu zählen ein sehr schnelles Zu- oder Abnehmen von Gewicht, übermäßiger Sport und Stress. Sollten Sie bei sich Hitzewallungen oder ein abnehmendes Interesse an Sex feststellen, könnten dies die ersten Anzeichen für die Menopause/Wechseljahre (Perimenopause) sein.

Welche Symptome bei Ihnen auch vorliegen sollten, suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn sich Ihre regelmäßige Periode verändert oder diese ausbleibt.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Was ist PMS?

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird auch als prämenstruelle Spannung (PMT) bezeichnet und beschreibt ein Beschwerdebild, das bei vielen Frauen in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus auftritt.

PMS umfasst ein breites Spektrum an Symptomen, von denen mindestens eines bei schätzungsweise 75% aller Frauen jeden Monat auftritt. Zu den Beschwerden können folgende gehören:

  • Spannungsgefühl in den Brüsten

  • Niedergeschlagenheit

  • Angstzustände

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Reizbarkeit und Aggressionen

  • Bauchblähungen

  • Heißhungerattacken

Zwar können alle Frauen, die noch menstruieren, vom PMS betroffen sein, jedoch treten die PMS-Symptome bei Frauen am häufigsten im Alter von 20 bis 30 Jahren auf. Bei der Mehrzahl der Frauen verursachen die Symptome lediglich leichte bis mäßige Beschwerden, aber einige Frauen leiden unter einer besonders schweren Form des PMS. Dann ist von einer prämenstruellen Dysphorie (PMDD) die Rede.

Worin liegen die Ursachen für das PMS?

Das PMS ist vermutlich eine Reaktion Ihres Körpers auf zyklusbedingte Veränderungen des Hormonspiegels. Die tatsächliche Ursache ist jedoch unbekannt. Es wird auch davon ausgegangen, dass chemische Veränderungen im Gehirn am PMS beteiligt sein könnten und dass die Ernährung (insbesondere salzhaltige Kost und koffeinhaltige Getränke) eine Rolle spielt.

Woran merke ich, ob ich unter dem PMS leide?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Diagnose des PMS, aber keinen gezielten Test. Auch andere Erkrankungen können ähnliche Symptome wie PMS hervorrufen, daher sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Um eine Diagnose des PMS zu unterstützen, ist es sinnvoll, ein Tagebuch über einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten zu führen, in dem Sie alle bei Ihnen auftretenden physischen und psychischen PMS-Symptome zusammen mit der Anzahl der Tage Ihrer Monatsblutung notieren. Notieren Sie sich auch, wie Sie sich an jedem Tag fühlen. Nach 3 oder 4 Monaten können Sie vermutlich schon ein Muster der Symptome erkennen. Dieses Muster kann sich zwar von Zyklus zu Zyklus unterscheiden, aber bei den meisten Frauen mit PMS klingen die Symptome sehr schnell ab, sobald die Blutung einsetzt. Sie können Ihren Arzt auch dadurch bei der Diagnose unterstützen, indem Sie ihn auf die Zeiten während Ihres Zyklus hinweisen, in denen Sie vollständig symptomfrei sind.

Was kann ich tun, um die Symptome zu lindern?

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Ihre PMS-Symptome zu lindern, aber bis Sie die optimale Methode gefunden haben, müssen Sie möglicherweise Verschiedenes ausprobieren.

Auf alle Fälle ist es günstig, wenn Sie ausreichend trinken und sich ausgewogen ernähren. Sie sollten möglichst viel frisches Obst und Gemüse zu sich nehmen und weitgehend auf Salz, Zucker und verarbeitete Nahrungsmittel verzichten. Viele Frauen haben festgestellt, dass sie weniger PMS-Symptome haben, wenn sie keine koffeinhaltigen Getränke (z. B. Tee, Kaffee und Cola) und keinen Alkohol trinken. Um PMS-Symptome abzumildern, wird zusätzlich die Einnahme von Vitamin B6 und Nachtkerzenöl empfohlen.

Auch regelmäßiger Sport kann helfen, und zwar in erster Linie, weil körperliche Belastung Stress und Spannungen abbaut und die Stimmung verbessert. Wenn Sie unter PMS leiden, stellen Sie möglicherweise fest, dass Gehen, Schwimmen oder Laufen Ihre Symptome lindert – versuchen Sie ein Bewegungstraining dreimal wöchentlich 30 Minuten lang.

Wenn Sie durch diese einfachen Umstellungen Ihrer Lebensweise Ihr PMS nicht in den Griff bekommen, sollten Sie zur weiterführenden Beratung Ihren Arzt konsultieren.