Menstruation und prämenstruelles Syndrom (PMS)?

Ihre Periode ist ein wesentlicher Bestandteil Ihres Menstruationszyklus. Sie kommt zustande, wenn sich die Gebärmutterschleimhaut am Ende des Menstruationszyklus ablöst und die Eizelle nicht befruchtet wird. Die Phasen Ihres Menstruationszyklus werden von Hormonen gesteuert, und nach dem Eisprung kommt es zu einem Abfall von Östrogen und Progesteron. Diese hormonelle Veränderung könnte einer der Gründe für das prämenstruelle Syndrom (PMS) sein. PMS ist gekennzeichnet durch die Symptome, die viele Frauen in den Tagen vor ihrer Periode haben. Zu diesen prämenstruellen Symptomen können Blähungen, Stimmungsschwankungen und Heißhungerattacken gehören. Lesen Sie weiter, um mehr über PMS zu erfahren, was es ist, wie man die Symptome erkennt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und vieles mehr! 

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Was ist PMS?

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird manchmal auch mit dem eher „altmodischen“ Begriff „prämenstruelles Spannungssyndrom“ bezeichnet und ist ein weit gefasster Begriff, der eine Reihe von Symptomen beschreibt, unter denen viele Frauen in der zweiten Hälfte ihres Menstruationszyklus leiden und vor allem, wenn sie auf ihre Periode zusteuern. PMS ist wahrscheinlich eine Reaktion des Körpers auf den sich verändernden Hormonspiegel, der mit dem Menstruationszyklus einhergeht, obwohl niemand die eigentliche Ursache kennt. Es wird unter anderem vermutet, dass chemische Veränderungen im Gehirn an PMS beteiligt sein könnten und dass auch die Ernährung eine Rolle spielt. 

Was sind die Symptome von PMS?

PMS umfasst ein breites Spektrum an Symptomen, von denen mindestens eines bei schätzungsweise 75 % aller Frauen jeden Monat auftritt. Zu den Symptomen des prämenstruellen Syndroms zählen folgende:

  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Niedergeschlagenheit
  • Angstzustände
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit und Aggressionen
  • aufgeblähter Bauch
  • Heißhungerattacken

Zwar können alle Frauen, die noch menstruieren, von PMS betroffen sein, jedoch treten die PMS-Symptome bei Frauen am häufigsten im Alter von 20 bis 30 Jahren auf. Bei den meisten Frauen verursachen die Symptome nur leichte bis mäßige Beschwerden, aber in einigen Fällen kann PMS starke Auswirkungen haben. Dann ist von einer prämenstruellen Dysphorie (PMDD) die Rede.

Wann beginnt PMS?

Die PMS-Symptome beginnen in der Regel etwa fünf Tage vor Beginn der Periode und enden etwa vier Tage nach Beginn der Periode. PMS kann in diesem Zeitraum auftreten, da der Östrogen- und Progesteronspiegel nach dem Eisprung sinkt. 

Zudem ist es möglich, dass diese hormonellen Veränderungen chemische Veränderungen im Gehirn verursachen, die sich auf den Neurotransmitter Serotonin auswirken – ein chemischer Stoff im Gehirn, der die Stimmung, die Müdigkeit, das Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln und den Schlaf beeinflusst.

Bin ich schwanger oder ist es PMS?

Wenn Sie in letzter Zeit ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, fragen Sie sich vielleicht, ob die Symptome auf PMS zurückzuführen sind oder ob es sich um frühe Anzeichen einer Schwangerschaft handeln könnte. Die Symptome von Frühschwangerschaft und PMS überschneiden sich zum Teil, so dass es schwierig sein kann, sie mit Sicherheit zu bestimmen. 

Die frühen Symptome einer Schwangerschaft umfassen 

  • ein Ausbleiben der Periode
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Übelkeit
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit und Aggressionen 
  • aufgeblähter Bauch
  • Krämpfe 
  • leichte Schmierblutung 
  • Verstopfung 
  • Heißhungerattacken
  • eine verstopfte Nase

Obwohl sich einige Symptome natürlich unterscheiden werden, wie z. B. ein Ausbleiben der Periode, gibt es einige Gemeinsamkeiten, so dass es manchmal schwierig sein kann, den genauen Unterschied festzustellen.

Beachten Sie, dass es selbst zwischen einigen der gemeinsamen Symptome von Schwangerschaft und PMS feine Unterschiede gibt. Schauen Sie sich die nachfolgenden gemeinsamen Symptome von Frühschwangerschaft und PMS an, und erfahren Sie, was sie voneinander unterscheidet: 

Symptom

PMS

Eine Schwangerschaft? 

Spannungsgefühl in den Brüsten Das Spannungsgefühl kann leicht bis stark sein. Die Brüste können sich geschwollen anfühlen und das Brustgewebe ist möglicherweise knotig und angespannt.   Die Brüste fühlen sich schmerzhaft, empfindlich und gespannt an. Sie fühlen sich möglicherweise voller und schwerer an. 
Stimmungsschwankungen Sie fühlen sich vielleicht gereizt und mürrisch, vielleicht ist Ihnen zum Weinen zumute und Sie haben Angstzustände. Es kann vorkommen, dass Sie sich traurig fühlen und schneller weinen müssen, aber vielleicht sind Sie auch ganz euphorisch und enthusiastisch. 
Müdigkeit Sie haben möglicherweise Schlafprobleme und fühlen sich müde.  Im ersten Drittel der Schwangerschaft kann die Müdigkeit aufgrund des erhöhten Progesteron-Hormonspiegels oft sehr stark sein. 
Übelkeit Sie haben eventuell Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, die höchstwahrscheinlich nicht von einer Erkrankung herrühren.  Sie können unter Übelkeit mit einhergehendem Erbrechen leiden. Trotz der Bezeichnung „morgendliche Übelkeit“ kann Ihnen tatsächlich zu jeder Tageszeit übel sein. 
Heißhunger Sie haben vielleicht Lust auf Schokolade, Kohlenhydrate, Süßigkeiten oder salzige Speisen.  Vielleicht haben Sie ein sehr spezifisches Verlangen und eine Abneigung gegen bestimmte Geschmacksrichtungen und Gerüche. Vielleicht haben Sie sogar Lust auf ungewöhnliche Lebensmittelkombinationen. 
Krämpfe Krämpfe können 24 bis 48 Stunden vor der Periode im Bereich der Gebärmutter auftreten.  Möglicherweise haben Sie leichte Krämpfe im unteren Bauch- oder Rückenbereich. 

 

Wenn Sie Symptome bemerken, die Sie beunruhigen, suchen Sie Ihren Arzt auf.  

Da PMS oft vor dem Zeitpunkt einsetzt, an dem eine verspätete Periode auf eine mögliche Schwangerschaft hinweist, können Sie sich nicht auf dieses offensichtlichste körperliche Zeichen verlassen, um den Unterschied festzustellen.  Wenn Sie jedoch vermuten, dass Sie schwanger sein könnten, oder wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie einen Schwangerschaftstest machen, um sicherzugehen. Mit dem Clearblue Schwangerschaftstest zur Früherkennung können Sie sechs Tage vor dem Ausbleiben der Periode (fünf Tage vor der fälligen Periode) einen Test durchführen1, so dass Sie nicht warten müssen, bis Ihre Periode ausgeblieben ist, um ein Ergebnis zu erhalten. 

 

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten für PMS?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die bei der Linderung Ihrer PMS-Symptome helfen können, doch es kann einige Versuche erfordern, bis Sie herausgefunden haben, welche Methode bei Ihnen die beste Wirkung zeigt.

Auf alle Fälle ist es günstig, wenn Sie ausreichend trinken und sich ausgewogen ernähren. Sie sollten möglichst viel frisches Obst und Gemüse zu sich nehmen und weitgehend auf Salz, Zucker und verarbeitete Nahrungsmittel verzichten. Viele Frauen haben festgestellt, dass sie weniger PMS-Symptome haben, wenn sie keine koffeinhaltigen Getränke (z. B. Tee, Kaffee und Cola) und keinen Alkohol trinken. Um die PMS-Symptome abzumildern, wird zudem die Einnahme von Vitamin B6 und Nachtkerzenöl empfohlen2.

Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihnen Magnesium bei der Linderung einiger der Symptome hilft, insbesondere wenn Ihr PMS mit Kopfschmerzen oder Migräne verbunden ist, doch sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie ein Magnesiumpräparat einnehmen3.

Auch regelmäßiger Sport kann helfen, und zwar in erster Linie, weil körperliche Belastung Stress und Spannungen abbaut und die Stimmung verbessert. Wenn Sie unter PMS leiden, stellen Sie möglicherweise fest, dass Gehen, Schwimmen oder Laufen Ihre Symptome lindert. Versuchen Sie, dreimal wöchentlich ein 30-minütiges Bewegungstraining einzubauen. Bewegung kann außerdem für weniger Müdigkeit und besseren Schlaf sorgen. Vielleicht möchten Sie einige Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder Yoga ausprobieren. Wenn Sie durch diese einfachen Umstellungen Ihrer Lebensweise Ihr PMS nicht in den Griff bekommen, sollten Sie zur weiterführenden Beratung Ihren Arzt konsultieren. Vielleicht verschreibt Ihnen Ihr Arzt auch Medikamente zur Behandlung verschiedener Symptome, wenn eine Änderung der Lebensweise nicht hilft. 

Wie wird PMS diagnostiziert?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Diagnose des PMS, aber keinen gezielten Test. Da es auch andere gesundheitliche Probleme mit Symptomen gibt, die den PMS-Symptomen ähneln, sollten Sie, wenn Sie besorgt sind, Ihren Arzt aufsuchen, um eine ärztliche Diagnose zu erhalten.

Ihr Arzt kann Sie bitten, mehrere Monate lang ein Tagebuch zu führen, in dem Sie alle Ihre körperlichen und seelischen PMS-Symptome sowie die Tage, an denen Sie Blutungen haben, notieren. Notieren Sie sich auch, wie Sie sich an jedem Tag fühlen. Nach drei oder vier Monaten können Sie vermutlich schon ein Muster bei den Symptomen erkennen. Dieses Muster kann sich zwar von Zyklus zu Zyklus unterscheiden, aber bei den meisten Frauen mit PMS klingen die Symptome sehr schnell ab, sobald die Blutung beginnt. Sie können Ihren Arzt dadurch auch bei der Diagnose unterstützen, indem Sie ihn auf die Zeiten während Ihres Zyklus hinweisen, in denen Sie vollständig symptomfrei sind.

Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDD?

PMDD, oder prämenstruelle dysphorische Störung, ist eine schwere Form von PMS, von der 3 bis 8 % der Frauen betroffen sind. Es handelt sich dabei um eine schwere Form von PMS, die sowohl körperliche als auch emotionale Symptome mit sich bringt. Obwohl sich die körperlichen Symptome mit denen von PMS überschneiden, sind es die emotionalen Anzeichen, die PMDD von seinem milder ausgeprägten Pendant abheben. PMDD-Symptome können sein: 

  • Extreme Stimmungsschwankungen 
  • Gefühle von Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit 
  • Erhöhte Angst oder Angespanntheit
  • Reizbarkeit oder Wut 

PMDD beginnt in der Regel auch etwas früher, d. h. sieben bis zehn Tage vor Beginn der Periode. Es ist möglich, dass PMDD mit zugrunde liegenden Problemen wie Depressionen oder Angstzuständen zusammenhängt, bei denen hormonelle Veränderungen die Symptome der Gemütsstörung verschlimmern können.  

Häufig gestellte Fragen

  • Wie viele Tage vor Ihrer Periode setzt PMS ein?

    PMS-Symptome treten in der Regel etwa fünf Tage vor Beginn der Periode auf.

  • Wie fühlt sich PMS an?

    PMS-Symptome können sein:

    • Blähungen
    • Spannungsgefühl in den Brüsten
    • Niedergeschlagenheit
    • Angstzustände
    • Kopfschmerzen
    • Müdigkeit
    • Reizbarkeit
    • Heißhungerattacken

  • Was kann bei PMS-bedingten Stimmungsschwankungen helfen?

    Änderungen in der Lebensweise wie Bewegung und eine gesunde Ernährung können dazu beitragen, die PMS-Symptome zu lindern. Vielleicht möchten Sie auch Entspannungstherapien wie Meditation, Atemübungen oder Yoga ausprobieren, um Ihre PMS-Symptome zu verringern.

  • Verschlimmert sich PMS mit dem Alter?

    Ja, PMS kann sich in den 30ern und 40ern verschlimmern, vor allem, wenn Sie der Menopause zusteuern. Frauen, die feststellen, dass ihre Stimmung mit ihrem schwankenden Hormonspiegel zusammenhängt, sind besonders empfindlich in dieser Hinsicht, d. h. sie werden hiervon in ihren Wechseljahren stärker betroffen sein. Wenn Sie jedoch die Menopause erreicht haben, enden die PMS-Symptome, sobald Sie keine Periode mehr haben.

  • Warum ist mein PMS so schlimm?

    Wenn Sie extreme Stimmungsschwankungen bemerken, haben Sie möglicherweise eine prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD), d. h. eine schwere Form von PMS. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen.

  • Warum leide ich unter PMS?

    Eine eindeutige Ursache für PMS ist noch nicht bekannt, aber es können mehrere Dinge im Spiel sein, wie:

    • Veränderungen des Hormonspiegels
    • Chemische Veränderungen im Gehirn
    • Eine vorbestehende Depression

  • Wie kann ich PMS stoppen?

    Einige Änderungen in der Lebensweise wie eine gesunde Ernährung, Sport und Entspannungstechniken können helfen. Sollten diese keine Wirkung zeigen, kann Ihr Arzt Medikamente verschreiben, um schwere Formen von PMS zu behandeln.

  • Ist Schokolade gut bei PMS?

    In einer Studie aus dem Jahr 2017 wurde festgestellt, dass fast 50 % der amerikanischen Frauen während ihres PMS ein Verlangen nach Schokolade verspüren. Die Studie ergab jedoch, dass hinter diesem Verlangen kaum physiologische Gründe stehen, sondern eher ein kultureller. Es gibt zwar keine physikalische Grundlage dafür, dass Schokolade gut bei PMS ist, aber wenn ein Stück dunkler Schokolade Ihnen gut tut, kann es nicht schaden, dem Verlangen nachzugeben.

  • Hilft Magnesium bei PMS?

    Magnesium kann dazu beitragen, einige der Symptome zu lindern, insbesondere wenn Sie unter PMS-bedingten Kopfschmerzen oder Migräne leiden, konsultieren Sie jedoch zuerst Ihren Arzt, bevor Sie ein Magnesiumpräparat einnehmen. Sie können Ihre Magnesiumaufnahme auch auf natürliche Weise durch Nahrungsmittel steigern, z. B. durch:

    • Spinat
    • Nüsse
    • Vollkornprodukte
    • angereicherte Getreideflocken

Das Wesentliche

PMS kann das Leben nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihre Mitmenschen erschweren. Wenn Sie verstehen, dass dies nur ein Zeichen für Ihre bevorstehende Periode ist, werden Sie nachvollziehen können, weshalb Ihre Stimmung in dieser Zeit Achterbahn fährt. Sich darüber im Klaren zu sein, stützt Sie in Ihrer Gewissheit, dass Ihre Gefühlslage real und völlig natürlich ist und einfach bedeutet, dass Sie sich selbst ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken sollten.

Eine ausgewogene Ernährung, 30 Minuten Bewegung an mehreren Tagen in der Woche und etwas Entspannung wie Meditation können helfen, die PMS-Symptome zu lindern. Wenn Sie jedoch starke Symptome bemerken oder feststellen, dass Veränderungen in der Lebensweise einfach nicht helfen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um herauszufinden, ob es Behandlungsmöglichkeiten oder Medikamente gibt, die helfen können.    

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